Arbeitskreise / Paten im Arbeitskreis Asyl

Arbeitskreis Asyl - Was macht Ihr da eigentlich?

Wie ich als Patin die Menschen erlebe, die neu bei uns in Köngen leben.

Womit haben wir es eigentlich verdient, hier in Deutschland geboren zu sein und/oder leben zu dürfen und nicht in einer Umgebung, in der aber auch gar nichts "in Ordnung" ist?
Menschen kommen zu uns, weil sie hoffen, aus ihrer Not zu entkommen und hier bei uns eine Chance auf eine lebenswerte Zukunft zu haben.
Sehr viele der Flüchtlinge können über das, was sie in ihrem Leben schon alles durchgemacht haben, lange nicht sprechen. Selbst nach vielen Monaten wissen wir nicht, was einzelne Menschen für einen Leidensweg hinter sich haben, aber wir fragen auch nicht nach. Nun haben sie es jedenfalls bis zu uns geschafft, können zunächst mal zur Ruhe kommen und machen endlich die Erfahrung, dass es auch in ihrem Leben anderes gibt als Krieg, Angst, Leid, Schmerzen, Elend und Hoffnungslosigkeit. Diesen Menschen tut es sehr gut, zu spüren, dass einfach jemand da ist, wenn sie ein Anliegen haben.
Wir Paten stellen fest, dass es für uns nicht nur eine Aufgabe ist, bei der wir geben, sondern wir bekommen auch so viel zurück. Es ist eher ein wechselseitiges Geben und Nehmen. Wir können andere Kulturen kennenlernen und werden uns dadurch unserer eigenen Kultur wieder mehr bewusst. Indem wir erzählen, wie das Leben bei uns so funktioniert, setzen wir uns intensiver mit unserem Alltag auseinander. Aber wir können von unseren Flüchtlingen auch sehr viel lernen, z.B. in Sachen Gastfreundschaft: Obwohl sie wirklich nicht viel haben, bekommt man immer etwas zu trinken angeboten, einen Kaffee oder auch etwas zu essen. Sie können das Wenige, das sie haben, teilen und machen dies auch sehr gerne, ohne etwas dafür zu erwarten. Das beschämt uns manchmal schon.

Wenn wir wollen, dass Menschen unsere Werte kennen lernen und annehmen, sollten wir sie ihnen auch zeigen und einander vorleben: Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Höflichkeit, Mitmenschlichkeit...
Dazu können alle etwas beitragen: Wenn wir uns unterwegs freundlich grüßen, wenn wir in der Warteschlange jemanden, der es sehr eilig hat, mal vorlassen, wenn wir öfter mal nachfragen, ob jemand Hilfe braucht.

Wir freuen uns sehr, wenn Sie uns unterstützend zur Seite stehen, auf welche Weise und in welchem Maße auch immer Ihnen das möglich ist, melden Sie sich einfach bei uns.

Gabriele Märkel

Kontakt: Mail - Sabine Jocher
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